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Quelle: https://www.ailentis.com/loesungen · Ailentis GmbH, Hamburg
Titel: Individuelle KI-Lösung entwickeln lassen: was wir bauen | Ailentis Beratung

# Individuelle KI-Lösung entwickeln lassen: was wir bauen

Ja, wir bauen. Aber nicht als Auftragsentwicklung nach Lastenheft, sondern als einen Anwendungsfall, der in den Arbeitsalltag geht und danach Ihnen gehört. Diese Seite sagt, was „individuell“ dabei konkret heißt, worauf gebaut wird und wo unsere Grenze liegt.

- Festpreis
- Betrieb beim Kunden
- kein Lizenzmodell

## Wer eine KI-Lösung bestellt, hat meist schon eine Antwort. Selten eine gemessene Frage.

Anfragen erreichen uns fast immer in derselben Form: Wir hätten gern einen Assistenten, der unsere Dokumente kennt. Oder eine App, die Anfragen automatisch beantwortet. Das ist eine Lösung, keine Aufgabe, und der Unterschied entscheidet später darüber, ob das Gebaute benutzt wird.

Ein Softwarehaus baut, was bestellt wurde, und macht das oft sehr gut. Das Risiko liegt woanders: Niemand hat vorher festgelegt, woran man erkennt, dass das Ergebnis reicht. Nach der Abnahme steht dann ein System, das technisch funktioniert und fachlich niemand überzeugt.

Der teure Fehler ist nicht die falsche Technik. Es ist ein Anwendungsfall, den niemand nutzt und den trotzdem niemand abschaltet.

Deshalb steht bei uns vor dem Bauen die Festlegung: welcher Fall, welche Fehlerquote ist tragbar, wer im Haus entscheidet das. Danach ist ein Festpreis möglich, der nicht geraten ist.

## Drei Formen, in denen individuelle Lösungen auftreten

Die Aufgabenstellungen klingen unterschiedlich, laufen technisch aber auf drei Muster hinaus. Welches Muster vorliegt, bestimmt den Aufwand, das Risiko und die Art, wie sich Qualität überhaupt messen lässt.

Wissens-Assistent

### Antworten aus den eigenen Unterlagen, mit Belegstelle

Mitarbeitende fragen in normaler Sprache und bekommen eine Antwort samt Verweis auf die Stelle im Originaldokument. Die Belegstelle ist kein Extra: Ohne sie kann niemand prüfen, ob die Antwort stimmt, und ohne diese Prüfbarkeit setzt sich der Assistent im Betrieb nicht durch. Das ist der häufigste Fall und zugleich der, dessen Qualität am stärksten von Ihren Dokumenten abhängt.

Extraktion

### Felder aus eingehenden Dokumenten ins Zielsystem

Aus Anfragen, Lieferscheinen oder Rechnungen werden Werte gelesen und dort abgelegt, wo weitergearbeitet wird. Der Hebel liegt selten im Lesen, sondern in der Übergabe: Ein extrahiertes Feld, das jemand manuell in ein anderes System tippt, hat nichts gespart.

Signale und Muster

### Auffälligkeiten in laufenden Daten

Kunden, die still weniger bestellen. Vorgänge, die auffällig lange liegen. Kein Prognosemodell, sondern eine regelmäßige Liste mit Begründung, die jemand tatsächlich abarbeitet. Der schwierige Teil ist nicht die Erkennung, sondern die Frage, wie viele Fehlalarme das Team akzeptiert, bevor es die Liste ignoriert.

Warum die Unterscheidung praktisch wichtig ist

Jede der drei Formen braucht eine eigene Art zu messen. Ein Wissens-Assistent wird an Finden und Antworten getrennt bewertet, Extraktion an Feldgenauigkeit, Signale an Treffern und Fehlalarmen. Wer das vermischt, bekommt eine Zahl, die gut aussieht und nichts aussagt. Wie die Messung im Detail läuft, steht auf der Seite zur Machbarkeitsprüfung.

## Worauf gebaut wird

Werkzeugwahl

### Erst prüfen, was schon freigegeben ist

Wenn ein Werkzeug, das bei Ihnen ohnehin im Einsatz ist, den Fall trägt, nehmen wir das. Eigenbau ist teurer, dauert länger und bindet Sie an denjenigen, der ihn gebaut hat. Wir sind an keinen Anbieter gebunden und verdienen an keiner Lizenz mit.

Datenhoheit

### Die Architektur folgt Ihrer Vorgabe

Es gibt Systeme, die das Haus nicht verlassen dürfen. Damit planen wir von Anfang an, statt es in Woche acht zu entdecken: on-prem, dediziertes Modell oder sauber getrennte Cloud, je nachdem was bei Ihnen gilt.

Ihre Infrastruktur

### Betrieb bei Ihnen, nicht bei uns

Gebaut wird mit Ihren Zugängen, in Ihren Systemen. Wir ersetzen weder Ihre IT noch Ihr Systemhaus, sondern setzen darauf auf. Die Betriebsdokumentation gehört zur Übergabe, damit die Lösung ohne uns weiterläuft.

Mitbestimmung

### Die Betriebsvereinbarung ist ein Termin, keine Überraschung

Jede Werkzeug-Empfehlung kommt mit einer Einordnung, wie sie zur Betriebsvereinbarung passt. Wo die Mitbestimmung ein formales Gate ist, planen wir sie in den Zeitplan ein.

## Was wir nicht bauen

Diese Liste steht hier, weil sie Ihnen und uns ein Erstgespräch spart, das ohnehin mit einem Nein endet.

- Keine Entwicklung nach fertigem Lastenheft. Wenn Umfang und Abnahme schon feststehen und nur noch jemand bauen soll, sind wir das falsche Haus. Dafür gibt es Softwarehäuser, die das besser und günstiger machen.
- Keine Arbeit nach Tagessatz. Ein Tagessatz schiebt das Risiko zu Ihnen und belohnt uns dafür, dass es länger dauert. Wir arbeiten zum Festpreis, der vor dem Start vereinbart wird.
- Keine Endkunden-App aus dem Nichts. Unser Schwerpunkt liegt im eigenen Betrieb, dort wo Ihre Mitarbeitenden arbeiten. Ein Produkt für Ihren Markt hat andere Risiken und eine andere Laufzeit.
- Keine Plattform-Lizenz. Sie mieten bei uns keine Software. Unabhängig davon betreiben wir mit dem Ailentis Companion ein eigenes Produkt für betriebliche Weiterbildung, einen KI-Lernbegleiter für Trainingsanbieter und Akademien. Das ist ein anderes Angebot und nicht Teil der Beratung.
- Kein Projekt ohne Beteiligung aus dem Fachbereich. Wenn niemand benannt wird, der den Ablauf wirklich kennt und pro Woche zwei bis vier Stunden hat, bauen wir an Ihnen vorbei. Dann lehnen wir ab.

## Von der Idee zur laufenden Lösung

1. 01Erstgespräch30 Minuten, kostenlosSie schildern, was Sie vorhaben. Wir sagen, ob KI hier die richtige Antwort ist und ob wir die Richtigen sind. Wenn nicht, sagen wir Ihnen, wer besser passt.
2. 02Ideation-Workshophalber Tag, 2.900 € FestpreisIhr Führungsteam sortiert die Ideen nach Prozess-, Daten- und KI-Reife. Ergebnis sind drei priorisierte Kandidaten mit Aufwand, Kosten und Nutzen. Wird bei Buchung des nächsten Schritts binnen 60 Tagen voll angerechnet.
3. 03Machbarkeit klären2 Wochen, 4.800 € · nur wenn nötigNur bei datenabhängigen Fällen, also wenn Ihre Dokumente und Daten die Ergebnisqualität bestimmen. Enthält Korpus- und Rechte-Audit, ein Golden Set aus echten Fällen und eine Baseline-Messung. Ohne diese Zahlen wäre jeder Festpreis für den Bau geraten.
4. 04Pilot8 bis 12 Wochen, ab 18.000 € FestpreisDer Fall geht produktiv in den Arbeitsalltag, nicht in eine Demo. Wöchentlicher Check-in mit der Geschäftsführung, Übergabe mit Betriebsdokumentation, am Ende eine Entscheidungsvorlage: ausbauen, anpassen oder stoppen.
5. 05Begleitung3.500 € pro Monat, monatlich kündbarWenn ein zweiter und dritter Fall folgen sollen. Weitere Anwendungsfälle, Team-Enablement, Werkzeug- und Governance-Entscheidungen.

Wo Sie einsteigen

Läuft Ihr Fall auf Werkzeugen, die bei Ihnen ohnehin freigegeben sind, gehen wir direkt in den Piloten. Ist noch offen, welcher Fall der erste sein soll, fängt es beim Workshop an. Alle Preise stehen vollständig auf der Preisseite.

## Häufig gefragt zu individuellen Lösungen

**Können wir Sie einfach mit der Entwicklung beauftragen?**

Nicht als reines Entwicklungsprojekt. Wir bauen erst, wenn feststeht, welcher Anwendungsfall es wird und woran wir erkennen, dass er gut genug ist. Das klingt nach einer Hürde und ist der Grund, warum unsere Piloten in Betrieb gehen. Wenn Sie eine Spezifikation haben, die schon geklärt ist, brauchen Sie kein Beratungshaus, sondern ein Softwarehaus, und wir sagen Ihnen das im Erstgespräch.

**Was heißt individuell? Bauen Sie von null?**

Individuell heißt: der Anwendungsfall, die Datenanbindung und die Abnahmekriterien sind Ihre. Nicht: jede Komponente wird neu erfunden. Wo ein freigegebenes Werkzeug den Fall trägt, nehmen wir das freigegebene Werkzeug. Eigenbau kostet Geld und bindet Sie an denjenigen, der ihn gebaut hat, und beides ist nur gerechtfertigt, wenn es einen Grund dafür gibt.

**Wem gehört die Lösung am Ende?**

Ihnen. Sie läuft auf Ihrer Infrastruktur, mit Ihren Zugängen, und die Betriebsdokumentation ist Teil der Übergabe. Wenn die Zusammenarbeit endet, läuft der Anwendungsfall weiter und Ihre IT oder Ihr Systemhaus kann ihn übernehmen. Es gibt keine Lizenz von uns, die Sie danach weiter zahlen.

**Was kostet eine individuelle Lösung?**

Der Pilot startet ab 18.000 € netto als Festpreis, vereinbart bevor wir anfangen. Bestimmen Ihre eigenen Dokumente und Daten die Antwortqualität, geht die Machbarkeitsprüfung für 4.800 € voraus, weil jeder Festpreis ohne Messung geraten wäre. Was den Preis bewegt, ist der Umfang der Anbindung, nicht die Zahl der Funktionen.

**Wir haben schon eine App-Idee für unsere Endkunden. Passt das?**

Meistens nicht. Unser Schwerpunkt sind Anwendungsfälle im eigenen Betrieb, also dort, wo Ihre Mitarbeitenden arbeiten. Ein Produkt für Ihre Endkunden ist ein anderes Vorhaben: andere Risiken, andere Laufzeit, anderer Ansprechpartner. Wir sagen im Erstgespräch, ob wir dafür die Richtigen sind.

**Ersetzen Sie unser Systemhaus?**

Nein. Wir bauen auf der Infrastruktur auf, die Ihr IT-Partner betreibt, und sorgen dafür, dass die Führungsebene versteht, was sie beauftragt. Ihr Systemhaus kennt Ihre Systeme besser als wir. Was dort oft fehlt, ist nicht Technik, sondern die Entscheidung, welcher Fall den Anfang macht.
